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Archiv der Surfpoeten

Offener Brief an unseren Bürgermeister

10.2.2012
(von unserer Schwesterlesebühne LSD)
Klaus Wowereit! J'accuse...!
Wir, die Autoren, Sänger und Entertainer der Lesebühne "LSD - Liebe Statt Drogen" fordern, dass der Club "Schokoladen" erhalten bleibt.
Der Schokoladen ist einer der letzten Kreativküchen in Mitte. Hier wurden Künstler groß, hier ist Energie. Historisch war der Schokoladen Auftrittsort bekannter Lesebühnen wie "Reformbühne Heim & Welt" und "O-Ton Ute". Aktuell strömen dort jede Woche zahlreiche Zuhörer zu unserer Lesebühne "LSD - Liebe Statt Drogen". Darunter zuweilen ganze Schulklassen aus allen Teilen Deutschlands, deren Deutschlehrer in aktuellen Literaturführen diese Show als Aneignung moderner Poesie erkennen.
Wir finden es daher vermessen, dass der Besitzer des Hauses, Markus Friedrich, mehr als die vom Schokoladen angebotenen 1.000.000 Euro für den Verkauf des Hauses haben will. Wir sehen es auch nicht ein, dass Stadtpolitiker die Sache schleifen lassen und das angebotene Ausgleichsgrundstück Herrn Friedrich nicht schmackhafter machen. Wir geben Ihnen, Klaus Wowereit, emotional und unrecherchiert persönlich die Schuld, dass Sie einen Teil des Ausgleichsgrundstücks Ihrer Bekannten Jette Joop zuschustern, die mit einer - Achtung Ironie - "Showmanufaktur, dort sicher zahllose Arbeitsplätze schafft".
Wir möchten nicht, dass das Herz Berlins bald nur noch aus Ferienwohnungen und Boutiquen besteht. Wir wünschen uns eine Stadtplanung, die eine Vision formuliert, die einer Metropole angemessen ist. Dazu gehört mehr, als Millionen für eine Kampagne namens "be berlin" auszugeben. Dazu gehört, die Dynamik, Vielfalt, und Freiräume für alle Berliner anzuerkennnen und zu unterstützen, ideell, mit Charakter und Haltung!
Wir, LSD, sind stolz, dass wir seit Beginn der 90er Jahre zusammen mit anderen Lesebühnen ein Live-Unterhaltungsformat etabliert haben, das originär in Berlin erfunden wurde, weltweite Ausstrahlungskraft hat und ohne Subventionen bis heute ein zahlreiches Publikum findet. Wir haben das auch geschafft, weil es Orte wie den Schokoladen gibt. Deshalb fordern wir:
Unterstützen Sie den Schokoladen!
Ivo Lotion, Micha Ebeling, Tobias "Tube" Herre, Andreas "Spider" Krenzke, Uli Hannemann
PS: Werfen Sie gern auch einen Blick auf die gemeinsame Erklärung aller Lesebühnen zum Thema!

Zurück aus dem Mutterjahr

12.1.2012
Die Sekretärin ist zurück aus dem Mutterjahr. Ich begegne ihr im Büro. Sie richtet sich grade an ihrem Schreibtisch ein. „Ach ist das schön“, sagt sie. „Endlich darf ich wieder arbeiten gehen.“
„Aha“, sage ich. „Du darfst wieder arbeiten gehen. Wie schön für dich, wenn es dir was bedeutet.“
„Aber ja! Endlich komme ich wieder unter Leute. Hast du eigentlich mein Kind schon gesehen?“ Sie nimmt ein gerahmtes Foto vom Schreibtisch und zeigt es mir. Ein fettes Kindergesicht grinst mich dämlich an.
„Ist das nicht süß?“, sagt sie. „Ist es nicht das süßeste Kind der Welt?“
Na ja, denke ich und sage: „Ja, doch. Es ist das süßeste Kind der Welt. Das Foto ist auf jeden Fall erstaunlich. So detailreich. Beeindruckend, wie gut diese Ultraschallaufnahmen heutzutage doch sind.“
„Hä?“, sagt sie. „Das ist doch keine Ultraschallaufnahme. Das Kind ist doch längst auf der Welt. Das Kind ist ein Jahr alt!“
„Ach!“, sage ich. „Dann ist das Kind gar nicht mehr in deinem Bauch? Dann … dann … bist du schon wieder schwanger?“
„Nein.“
„Ach“, sage ich. „Dann … dann … dann habe ich mich wohl geirrt. Es sieht jedenfalls so aus.“
„So ein quatsch“, sagt sie.
„Du hast recht“, sage ich, „Es sieht wirklich nicht so aus, als ob du schwanger wärst. Wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass du einfach nur dick geworden bist.“
„Idiot!“, sagt sie.
„Na, das kann ja mal passieren, wenn man ein Kind kriegt. Sei froh, dass du ein Kind gekriegt hast. Du kannst ihm später die Schuld dafür geben, dass du so fett geworden bist. Sieh dir nur deine Kollegin an. Die arbeitet hier auch schon ein paar Jahre, hat noch nie ein Kind gekriegt und trotzdem stetig zugenommen. Früher war sie sogar noch attraktiv … aber jetzt … und sie hat nicht so ein süßes Kind wie du, dass sie dann verprügeln kann.“
„Ich würde doch nie meinen süßen Sohn verprügeln. Ich bin grade mal zwei Stunden auf Arbeit, da vermisse ich ihn schon. Der ist sooo toll. Er ist ein Jahr alt, und stell dir vor, man glaubt es kaum, aber er hat neulich seine ersten Schritte gemacht. Er fängt an zu laufen!“
„Na so was“, sage ich. „Da musst du dir aber keine Sorgen machen. Das ist normal in dem Alter. Das wird später noch schlimmer mit dem Laufen. Zuerst geht das langsam los. Drei Schritte. Platsch. Hingefallen. Drei Schritte. Platsch. Irgendwann werden es 10 Schritte, dann 20, dann 100 und mehr. Es geht unaufhaltsam bergab.“
„Bergab?“
„Ja klar, das ist der Lauf des Lebens. Erst niedlich, später dick. Schau mich an!“
„Aber, du bist doch nicht dick.“
„Dann schau eben dich an.“

Das Fehlerchen kaufen

3.1.2012
Nun gibt es das Fehlerchen auch schon zu kaufen (Gut - im Augenblick kannst du es nur vorbestellen).
Zum Beispiel hier: Das Fehlerchen
Und damit du weißt, worum es geht, hier kommts:
„Das Fehlerchen“ ist ein Roman über den Sinn und den Wert eines einzelnen Lebens.
Neue philosophische, moralische und technologische Fragen verlangen nach neuen Antworten. Zum Beispiel: Funktioniert Auftrieb auch, wenn man gerade wegschaut? Gibt es Urheberrechte für Flugzeugabstürze? Kann man die eine lieben, aber mit der anderen schlafen? Können Menschen in ihre Einzelteile zerlegt und an anderer Stelle wieder zusammengebaut werden? Und wie kopiert man überhaupt eine Seele?

Ein Ebook kaufen

27.12.2011
Da kam mir nun in den Sinn, da ich mir kürzlich einen Sony-Ebook-Reader angeschafft habe, ein Ebook zu kaufen, was ich dann aufgrund der ulkigen Preisgestaltung doch nicht getan habe. Es ging um das Werk "Berlin Alexanderplatz" von Alfred Döblin. Das Taschenbuch, erschienen bei DTV, kostet neu 8,90 Euro, und eine Ebook-Ausgabe von Fischer ist 9 Cent teurer, sie kostet 8,99 Euro (Auch die Kindle-Version kostet 8,99 Euro).
Nun fragt sich der Käufer (also ich): Warum soll ich mehr Geld für ein Buch ausgeben, das dem Verkäufer keinerlei Versandkosten verursacht, das dem Hersteller keinerlei Druckkosten verursacht, das ich nicht einmal anfassen und das ich vom Autoren nicht signieren lassen kann, als für ein Buch, das die genannten Eigenschaften alle besitzt? (Leider kann ich das genannte Buch von Alfred Döblin natürlich nicht mehr signieren lassen; es geht mir nur ums Prinzip)
Zudem kann man Ebooks nicht ohne Weiteres weiterverkaufen, geschweige sich ein gebrauchtes kaufen. Gebrauchte Taschenbuchexemplare von "Berlin Alexanderplatz" werden aber schon für etwa 2 Euro angeboten, womit klar ist, dass niemand, der halbwegs bei Verstand ist, sich das Ebook für 8,99 Euro zulegen wird, denn der, der sich ein Ebook kauft, kauft es, um es selbst zu lesen, nicht, um es zu verschenken, so dass ihm, da es ja nur ums Lesen geht, ein gebrauchtes Exemplar völlig genügt.
Da kaufe ich mir also logischerweise ein gebrauchtes Exemplar, oder ich hole mir das Ebook von einschlägigen Warez-Seiten im Internet als Raubkopie, falls ich das Ebook doch noch haben will.
Also, liebe Verlage, nicht wundern, wenn das Geschäft mit den Ebooks nicht so richtig laufen sollte. Im Falle des betrachteten Werkes von Alfred Döblin liegt es einfach am Preis.

Etwas Schönes an Weihnachten ist, ...

26.12.2011
... dass es plötzlich überall freie Parkplätze in Berlin Pankow, Prenzlauerberg und vielen anderen von Unberlinern dominierten Stadtbezirken gibt - ein Weihnachtsgeschenk, das allerdings nur bis zum 27. oder 28. haltbar ist - ein vorübergehendes Vergnügen wie eine Kinokarte, denn nur für die Weihnachtszeit gestaltet sich die Parkplatzsuche wie im Film: Du fährst hin, wo du hin willst, und findest genau vor der Haustür, wo du hin willst, einen Parkplatz. Die Helden im Film müssen nie einen Parkplatz suchen. Für die Helden im Film wird immer die ganze Straße gesperrt, damit sie einen Parkplatz vor der Haustür, wo sie hin wollen, bekommen. Doch die Realität ist anders in Berlin (außer zu Weihnachten): Du fährst hin, wo du hin willst, und findest da, wo du hin willst, keinen Parkplatz, weil die ganze Straße wegen Filmdreharbeiten gesperrt ist. (Filmdreharbeiten kann gerne durch "einer Baustelle", "geparkten Autos von Unberlinern", "eines Feuerwehreinsatzes" oder ähnliches ersetzt werden).

Gebet gegen die Arbeit - International!

21.12.2011
Und wieder ist ein wichtiger Schritt zu ewigem Glück und Arbeitslosigkeit getan: Surfpoetin Jacinta Nandi hat eine neue vollendete english version des Gebets gegen die Arbeit erstellt und dank eines Autors namens Sciptor müssen auch Römer und Katholiken bald nicht mehr arbeiten...

Surfpoeten zum Fest der Liebe

18.12.2011
Letzten Mittwoch haben die Surfpoeten wieder bis tief in den Donnerstag hinein gefeiert und getanzt und einige von uns haben danach sicher eine neue Generation gezeugt.
Diejenigen, die nicht zum Zeugen gekommen sind, mussten alleine nach Hause gehen. Lea hat sich von ihrem Kumpel Tom zur Bushaltestelle bringen lassen:
"Die hat den ganzen Abend mit mir geflirtet", nörgelt Tom, "und am Ende erzählt sie dann, 'Ich habe einen Freund!'"
"Das werden Männer nie begreifen, dass Frauen vielleicht nur zum tanzen gehen tanzen gehen!" sage ich.
"Ja. Du bist genausoeine!", schimpft Tom, "Mit dir wollten doch alle schlafen!"
"Aber das ist eine Disko! Da will jeder mit jedem schlafen. Das ist doch die Idee..."
"Also gibst du es doch zu!"
Es ist kompliziert. Aber die Surfpoeten werden nicht aufgeben, sondern es wieder und wieder und wieder versuchen. Für Glück und Liebe und Kampf und Freizeit!
Und hier gibts Geschenke...

Mein Sony PRS T1 - Ebook-Reader

6.11.2011
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Eigentlich war es nur ein Frustkauf, weil ich am Sonnabend auf Arbeit musste, wo dann ein paar Handwerker viel zu spät kamen, weshalb ich mehr als eine Stunde lang nichts zu tun hatte und die Zeit damit totschlug, ein größeres Elektronikkaufhaus aufzusuchen.
Nun besitze ich einen Sony PRS T1 und will meine Eindrücke der Welt mitteilen.
Weiter lesen ...

Das Fehlerchen kommt

11.12.2011
Bald ist es so weit. Mein nächster Roman Das Fehlerchen wird im Frühjahr 2012 bei Voland & Quist erscheinen. Haltet mich ruhig für verrückt, aber ich glaube, dass ich mit dem Roman Das Fehlerchen etwas Großartiges geschaffen habe.

11. September

7.9.2011
Ein Selbstgespräch mit mir selbst ...
10 Jahre ists nun her. Und wie war es damals?
Tube: Was hast du am 11. September 2001 gemacht?
Tobias: Das war doch der Tag mit den Flugzeugen, oder?
Tube: Ja, genau. Der Tag mit den Flugzeugen. Über den wird derzeit viel geredet. Jeder erzählt darüber seine Story. Im Radio, im Fernsehen kam was. Und nun. Erzähl wie du diesen Tag erlebt hast.
Tobias: Tja. Ich bin morgens aufgestanden. Hab mir die Zähne geputzt.
Tube: Ja, ja. Schon klar.
Tobias: Ja, und dann, ich weiß gar nicht mehr, was ich gemacht habe. Ich hab mich an den Computer gesetzt und einen Text verfasst. Internet gab es ja damals noch nicht.
Tube: Wirklich?
Tobias: 2001? Ich bin mir nicht sicher. Gab es da schon Internet?
Tube: Doch.
Tobias: Ok. Dann gab es also schon Internet. Aber ich hab es nicht oft benutzt.
Tube: Und dann? Jetzt komm doch endlich mal zur Sache.
Tobias: Olaf hat mich angerufen, mittags oder so, und er meinte, ich soll mal den Fernseher anschalten, da sei ein Flugzeug in ein Haus reingeflogen. Und ich meinte: Na und? Und er: na, musste mal kicken. Danach hab ich den Fernseher angeschaltet.
Tube: Und?
Tobias: Im Fernsehen zeigten sie einen Turm, der brannte. Und dann zeigten sie, wie ein Flugzeug in den Turm daneben reinflog. Olaf, der noch am Telefon war, sagte: jetzt ist noch eins reingeflogen. Und ich sagte: Ja. Sah so aus.
Tube: Und?
Tobias: Ja, das war es. So war das an dem Tag. Kurz nachdem ich den Fernseher angemacht hatte, ist das zweite Flugzeug reingeflogen. Das habe ich live im Fernsehen gesehen.
Tube: Und?
Tobias: Das war ein Schock. Da standen diese beiden brennenden Türme, und der Moderator im Fernsehen sagte, sie seien die höchsten Bauwerke New Yorks. Das war ein Schock für mich, weil ich bis dahin geglaubt hatte, das Empire State Building sei das höchste Gebäude in New York. Mein ganzes Weltbild ist da durcheinander gekommen. Aber kurze Zeit später war wieder alles in Ordnung.
Tube: Weil das Empire State Building dann doch wieder das höchste Gebäude in New York war?
Tobias: Ja. Ich musste gar nicht umlernen. Nach anderthalb Stunden war alles wieder beim alten.
Tube: Aber die Welt eine neue.
Tobias: Weiß ich nicht.
Tube: Hast du auch live im Fernsehen gesehen, wie die Türme eingestürzt sind?
Tobias: Ja. Der erste Turm stürzte in dem Moment ein, wo der Komentator sagte, die Türme seien so konstruiert, dass sie nicht einstürzen können.
Tube: Und? Warum sind sie eingestürzt? Sind sie gesprengt worden? Warum sind die Flugzeuge reingeflogen? Waren die Flugzeuge ferngesteuert? Wer hat die Flugzeuge gelenkt. Sind überhaupt Flugzeuge reingeflogen?
Tobias: Dazu gibt es ja sehr viele Ansichten und Theorien. Möglicherweise war es eine Wette zweier Piloten. Sie hatten gewettet, dass sie ihre Passagiermaschinen genau zwischen den beiden Türmen hindurchsteuern können.
Tube: Ist aber mächtig schief gegangen.
Tobias: Das ist wahnsinnig schwer. Ich hab das mal probiert auf dem Computer mit einem Flugsimulator.
Tube: Du glaubst doch aber nicht im Ernst, dass das die Wette zweier Piloten war.
Tobias: Naja. Sie haben ja später dann die wahren Täter genannt. Atta hieß der eine. Atta hat Stadtplanung studiert. Vielleicht war es sein spezieller Protest gegen das New Yorker Stadtbild.
Tube: Du spinnst.
Tobias: Vielleicht.

Großartige Vorstellung im Oceanarium

6.8.2011
Ein kürzlich auf Livelak veröffentchtes Video, in dem sich zwei Herren in weißen T-Shirts nicht von der Security aus dem Oceanarium haben herausbefördern lassen wollen, gibt es nun auch mit passender musikalischer Untermalung.

Und was mag der Delphin, der sich mit den hereinplatschenden Menschen das Wasser teilen musste, der doch die eigentliche Attraktion sein sollte, wohl gedacht haben?

Surfpoeten am Freitag! Lesung & Party!

7.7.2011
Am Freitag, den 22.7.2011 weihen wir unseren neuen Auftrittsort im Pfefferberg, Haus 13 ein. Dabei und eingeladen sind alle Surfpoeten, die Surfpoeten sind, die mal Surfpoeten waren und die vielleicht mal Surfpoeten werden wollen.
An den Plattentellern DJ Joe Carrera & DJ Lt. Surf.
Unterstützung gibts von der großartigen Band Der Internationale Wettbewerb.
Und natürlich alles Open Air, wenns Wetter fein ist.
Also dann:
22.7.2011, 21.00 Uhr, Pfefferberg Haus 13, Schönhauser Allee 176, Berlin

Das Rote Buch

10.6.2011
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Wie bringen wir unser Geld sicher durch die Krise? In Immobilien anlegen? In Gold anlegen? Oder wie wäre es damit, das Geld in rote Surfpoetenbücher zu investieren? Immerhin, das erste Surfpoetenbuch, das Rote Buch, das im Jahre 2004 erschienen und restlos ausverkauft ist, ist mittlerweiele im Wert gestiegen und wird derzeit nur weit über dem ursprünglichen Ladenpreis von 12,80 Euro angeboten.
Doch Sammler, aufgepasst! Rotes Surfpoetennbuch ist nicht gleich rotes Surfpoetenbuch! Vom roten Surfpoetenbuch gibt es zwei Auflagen, nämlich die erste Auflage und die zweite Auflage. Und da gibt es erhebliche Unterschiede. Die Bücher der ersten Auflage sind anders rot als die der zweiten Auflage. Die der zweiten Auflage sind vom Rotton her stärker rot und nicht so, wie das hier abgebildete rote Buch der ersten Auflage.
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Hinzu kommt, dass das rote Buch der ersten Auflage in der Mitte einen Teil mit Bildern hat. Farbfotografien von den Surfpoeten, die in der zweiten Auflage gänzlich fehlen. Daher, lieber Sammler, informiere dich vor deiner Kaufentscheidung gründlich, aus welcher der beiden Auflagen das zu erwerbende Buch stammt. Bücher der ersten Auflage dürften wertvoller sein. Und wenn ein Buch noch signiert ist von sämtlichen Surfpoeten einschließlich Michael Stein, dann ist der Wert fast unermesslich.
Im amerikanischen Raum wurde auf Ebay schon eines für 400 Dollar gesichtet.

Ich bin nicht Gott

2.6.2011
Es folgt ein Selbstgespräch mit mir selbst. Der Tube fragt den Tobias. Und obwohl es hier nur ein Selbstgespräch ist, ist es ein Gespräch, das ich so oder so ähnlich schon tausend Male mit anderen geführt habe.
Tube: Sag mal, bist du eigentlich Gott?
Tobias: Nein.
Tube: Na klar bist du Gott. Ich hab dich doch neulich im Radio gehört bei den Zwiegesprächen. Deine Stimme ist die von Gott.
Tobias: Nein. Die Zwiegespräche mit Gott sind von Ahne. Die macht Ahne ganz allein. Und Ahne spricht auch Gott. Ständig fragen mich das die Leute. Egal, wo ich auftrete und meine Texte vorlese, bei einer Lesung, bei einer Comedyshow, bei einem Hochzeitsfest, völlig egal wo, irgendeiner kommt immer an: „Sag mal, bist du eigentlich Gott?“ Und nein und nein und nochmals nein! Ich bin nicht Gott.
Tube: Die Zwiegespräche macht Ahne allein? Aber die Stimme von Gott klingt genauso wie deine.
Tobias: Frechheit! Bei den Aufnahmen im Studio wird, wenn Ahne Gott spricht, seine Stimme mit einem Pitchshifter verfremdet, das ist so eine Art Mickymausstimmeneffekt. Ich hab doch keine Mickymausstimme. Frechheit!
Tube: Na ja. Es klingt nun aber mal so.
Tobias: Klingt es nicht!
Tube: Doch, es klingt so.
Tobias: Wenn du das noch mal sagst, hau ich dir eins in die Fresse.
Tube: Fightclub, wa?
Tobias: Du guckst zu viel Fernsehen.
Tube: Nein, ich höre vielleicht zu viel Radio, und die Stimme von Gott klingt nun mal wie deine, ob du dich nun selbst verdrischst oder nicht.
Tobias: Ich hab echt keine Ahnung, wie die da alle drauf kommen. Sicherlich habe ich mit Ahne ein paar Jährchen gemeinsam auf der Bühne gestanden, und da kann es schon vorkommen, dass man sich hier und da ein wenig einander angleicht. Nehmen wir Frauen, zwei beste Freundinnen zum Beispiel, die ständig zusammen rumhängen, die gleichen einander auch irgendwann soweit an, dass sie im gleichen Rhythmus ihre Tage kriegen.
Tube: Du hast mit Ahne gleichzeitig deine Tage gekriegt?
Tobias: Nein, natürlich nicht. Ich bin doch kein Mädchen. Ich meine doch nur, dass sich das auf die Art der Aussprache und die Stimme ausgewirkt haben könnte.
Tube: Aha. Und warum braucht Ahne dann einen Pitchshifter, so einen Mickymauseffekt, um so zu klingen wie du?
Tobias: Ohne Hilfsmittel kommt er eben nicht an das Original heran.
Tube: Welches Original?
Tobias: Na, an mich!
Tube: An dich? An Gott?
Tobias: Nein! Ich bin nicht Gott.
Tube: Aber du klingst so.
Tobias: Nein, verdammt noch mal! Ich klinge nicht wie Gott. Tschüss du.
Tube: Tschüss Gott.
Tobias: Nein! Ich bin nicht Gott.
Tube: Ach … Tobias?
Tobias: Ja?
Tube: Macht Ahne die Stimme von Gott wirklich mit so einem Mickymauseffekt?
Tobias: Ja, macht er, macht er wirklich, ja.

Braintwister

15.5.2011
Ich nenne sie Braintwister oder zu Deutsch vielleicht Hirnbrecher, das sind Satzkonstruktionen, derer unser Verstand sich zunächst zu erinnern glaubt, denen scheinbar der Sinn fehlt, in denen unser Gehirn aber schließlich eine sinnvolle Interpretation entdeckt, nur das Ergebnis als unbefriedigend empfindet und alsgleich verwirft. So geht die Suche nach dem Sinn von neuem los. Immer unbefriedigend.
Dieser Satz ist ein solcher Braintwister:
Es gibt keinen Alkohol, es gibt nur zu wenig hässliche Frauen.
Aber auch einzelne (konstruierte) Wörter können diesen Effekt erzielen:
Leipzigtausend

Tube on Tour

11.5.2011
Ich bin dann mal unterwegs ...
11.5.2011 - 20.30 Uhr Dresden: Thalia Kino
12.5.2011 - 20.00 Uhr Chemitz: DAS TIETZ, Neue Sächsische Galerie
13.5.2011 - 20.00 Uhr Leipzig: Horns Erben
Kommt alle!

Guttenberg

9.5.2011
Guttenberg is not more in. Thunderweather!