Die Surfpoeten
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Tube

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Tube (von manchen auch Tobias Herre genannt)


Tube liest einemal die Woche immer mittwoch bei der berliner Lesebühne Surfpoeten Geschichten vor.
kann Computerprogramme in fast jeder x-beliebigen Programmiersprache schreiben, hat mal früher sogar ein Computerspiel gemacht. Das Spiel heißt Atomino. Mit etwas Glück findetst du im Netz eine Raubkopie des Uraltgames. Außerdem testet Tube derzeit in einem aufopferungsvollen Selbstexperiment an einer private University in Berlin, was Lohnarbeit ist.

atomfeed.png
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26.6.2010

Tube fragt Tobias - Vuvuzela-Filter

Tube führt ein Selbstgespräch mit sich selbst.
Tube: He! Tobias! Herzlichen Glückwunsch. Jetzt bist du ja berühmt.
Tobias: Unsinn.
Tube: Doch! Sogar Journalisten von der New York Times haben was über dich geschrieben, weil du diesen Vuvzela-Filter erfunden hast.
Tobias: Ich hab nichts erfunden.
Tube: Doch! Ich hab es gelesen. Zum Beispiel auf Twitter. Da stand was wie: „German engineer invents vuvu-zela-filter.“
Tobias: Ich hab nichts erfunden.
Tube: Es war doch aber überall zu lesen, dass du was erfunden hast.
Tobias: Ich hab aber nichts erfunden.
Tube: Was hast du denn dann nicht erfunden?
Tobias: Einen Vuvuzela-Filter.
Tube: Den hast du nicht erfunden?
Tobias: Ja.
Tube: Aber warum schreiben sie dann alle, dass du ihn erfunden hast?
Tobias: Weil ich ins Internet reingeschrieben habe, wie man mit einem Computer das Trötentuten wegfiltern kann.
Tube: Also hast du doch einen Vuvuzela-Filter erfunden.
Tobias: Nein! Verdammt! Das ist keine Erfindung. Das ist völlig triviales Zeug. Was ich da geschrieben habe, weiß jeder halbwegs fähige Tontechniker. Ein guter Tontechniker könnte das wahrscheinlich viel besser als ich.
Tube: Echt?
Tobias: Ja.
Tube: Und warum machen die dann so ein Gewese drum?
Tobias: Weiß ich nicht. Vielleicht technisches Unverständnis gepaart mit Sensationsgier.
Tube: Du hast viele Anfragen von der Presse gekriegt...
Tobias: Stimmt. Meine E-Mail-Konto wurde geflutet, mein Telefon hat alle fünf Minuten geklingelt, Zeitungen und Radiosender wollten Interviews und so ziemlich alle großen TV-Sender wollten, dass ich zu denen ins Studio komme und meine „Erfindung“ vorführe.
Tube: Echt? Die wollten dich im Fernsehen? Und das hast du nicht gemacht?
Tobias: Bin ich blöde oder was? Stell ich mich ins Fernsehstudio und führe mit meinem Heimcomputer ein paar simple Filtereinstellungen vor, wo ich weiß, dass die, die das aufnehmen, viel bessere Technik haben um solch Getröte wegzufiltern? Und überhaupt! Das ist zu trivial. Das ist als würde ich zeigen wie man den Tiefenregler an der Stereoanlage zurückdrehen muss, damit die Bässe von der Technomusik nicht so wummern.
Tube: Ja, ja, schon. Aber du wärst im Fernsehen gewesen.
Tobias: Klar. Als Tüftler und Hobbymusiker aus Pankow. Das muss ich mir nicht geben. Selbst, wenn sie mir Geld dafür geben.
Tube: Haben sie dir Geld geboten?
Tobias: Ja. Sogar das haben sie. Aber, wie gesagt, Fernsehen, da hört der Spaß auf. Mit so was will ich nicht ins Fernsehen. Ich bin dann einfach erst mal nicht mehr ans Telefon gegangen. 50 Anrufe in Abwesenheit. 30 ungehörte Nachrichten auf dem AB. Ein paar von denen hab ich gespeichert. Vielleicht mach ich demnächst mal einen Rap draus.
Tube: Den Vuvuzela-Filter-Rap?`
Tobias: Irgendwie so was.
Tube: Gut. Du bist kein Erfinder, du bist nichts. Aber. Prühmt biste trotzdem.
Tobias: Ja, sogar Petra meinte zu mir neulich ganz laut: „Mensch! Sie hab ich doch neulich im Kurier gesehen!“
Tube: Wer ist Petra?
Tobias: Die, die im Mathegebäude von der TU unten in der Kantine ( da, wo es jeden Tag Chicken gibt, das jeden Tag anderes heißt, aber immer gleich schmeckt) an der Kasse arbeitet und meist viel und laut dabei redet.
Tube: Ach die.
Tobias: Ja die.
16.6.2010

Radio Vuvu

Am Donnerstag, also morgen, 17.6.10, bin ich ab 20.00 Uhr live auf Piradio 88,4 Mhz und werde ausführlich über den Vuvu-Filter und den verrückten Medienhype da drumrum erzählen.
13.6.2010

Vuvuzela-Filter

vuvuzela_ton.jpg

Ein kurzer Test mit dem Stimmgerät vor dem Fernseher zeigt, dass es sich bei dem nervenden Dauerton um ein Ais handelt. (Das Stimmgerät zeigt ein B flat an, es arbeitet mit amerikanischer Notation, wo ein deutsches H ein B ist und ein deutsches B bzw. Ais ein B flat) Also, wir haben es mit einem Ais zu tun, und dieser Ton hat als kleines Ais, das ist der Grundton der Vuvuzela, eine Frequenz von etzwa 233 Hertz. Obertöne liegen demzufolge beim eingestrichenen Ais (466 Hertz), dann bei 932 Hertz und 1864 Hertz. Für den Vuvuzela-Killer brauchen wir also nur einen steilflankigen Bandstoppfilter, der die entspechenden Frequenzen herausnimmt. Hierzu eignet sich im Prinzip jeder moderne Computer, der über eine Soundkarte mit geringen Latenzzeiten verfügt und entsprechende Software.
In unserem Falle kommt ein Mac Mini zum Einsatz und als Software Logic Express 8. Eigentlich ist eine solch komplexe Software wie Logic Express nicht notwendig. Wir verwenden sie nur, weil sie auf dem Computer schon drauf war und die benötigten Filter mitgeliefert werden. Das Gleiche ließe sich auch mit GarageBand und einem zusätzlich zu installierenden AU Plugin realisiseren.
Nun aber...
Nachdem Logic Express gestartet ist, schalten wir unter Einstellungen->Audio...->Geräte->Core Audio das Software-Monitoring ein. Wir erzeugen eine leere Audiospur und schalten sie auf Record, damit das Monitoring für diese Spur aktiv ist.
audio_record.jpg
Bei den Effect-Inserts verpassen wir der Spur vier mal den Channel EQ:
audio_effects.jpg
Die ersten drei Channel-EQs stellen wir wie folgt ein (versuch nicht , mit der Maus die Kurven nachzuzeichen! Gib die Frequenz- und DB-Werte über die Tastatur ein, so wie sie im Bild unter Frequency und Gain/Slope abzulesen sind):
channel_eq1bis3.jpg
Der vierte EQ bekommt folgende Werte:
channel_eq4.jpg
Das wars. Wenn du dein Audiosignal vom Fernseher jezt in den Computer reinschickst, kommt es vuvuzelafrei aus den Lautsprechern vom Computer raus.
Hier ein Hörtest.
Vorher:

Nachher:


Nachtrag:
Maximilian Bader hat uns eine Anleitung für GarageBand geschickt, die wir hier mit seiner Genehmigung veröffentlichen:
Vuvuzela-filter mit GarageBand

Mitlerwiese sind haufeneise weitere Filter im Netz aufgetaucht, die ich hier unkommentiert ungeprüft aufliste:
Andreas Gläser hat den besten Vuvuzela-Filter überhaupt.
Filter des IND:Vuvuzela-Lautlos
Unvu
Felix Reinhard hat uns diese Lösung zugesandt, die für Windows funktioniert und mit kostenloser Software auskommt:
Vuvuzela-Filter für Windows
Eine weitere Lösung für GarageBand:
Vuvu-Filter mit Garage Band


3.6.2010

Rita Süssmuth wird Bundespräsidentin

Horst Köhler ist spektakulär zurückgetreten. Unser Bundespräsident ist weg. Wir brauchen einen neuen. Eine neue! Denn, nachdem schon das Amt des Bundeskanzlers und das der Vizekanzlerin von Frauen besetzt ist, ist es nur konsequent, dass auch die Rolle des Bundespräsidenten von einer Frau übernommen wird. Ihr Name ist Rita Süssmuth.
30.5.2010

Dichter als Goethe

Heute um 20.45 Uhr in der Barrikade: Dichter als Goethe mit Thilo Bock und mir als Gast. Wir lesen Geschichten vor und so. Was sonst?
9.5.2010

Und der Euro ...

Die Kassierer besingen ihn ...
8.5.2010

Ein bisschen geht die Welt unter

Ich gebe zu, ich lese die Sonntagskolumne von Andreas Hoose immer wieder gerne.
5.5.2010

Tube singt mit Band

Nun ist es fast offiziell. Am 21.6.2010 werde ich auf dem Teutoburger Platz singen, und begleitet werde ich nicht wie sonst von einer CD, auf der die Instrumente alle dudeln, die ich gespielt habe, sondern von echten Menschen, die die Instrumente live auf der Bühne spielen. Diese Menschen sind zwei Päule und ein Dennis. Demnächst werde ich hier zum warmhören schon mal das eine oder andere Lied zum runterladen reinstellen.
26.4.2010

Tube singt - Wir haben Zeit

Anlässlich des 6. Zweiten Mais.

2.3.2010

Nuth

nuth.jpg
Achtung! Achtung! Nuth! Der Fleckentferner aus der DDR. Es gibt ihn immer noch (oder wieder) zu kaufen, in Ostalgiegeschäften, neu hergestellt, in einer neu geformten Flasche (siehe Abbildung). Vorsicht! Nicht kaufen! Es mag zwar sein, dass man damit ganz gut Flecken aus den Klamotten entfernen kann, aber ernsthaft zum Flecken entfernen hat doch niemand das Zeug wirklich benutzt. Vorsichtig inhalliert war Nuth die schärfste und geilste Droge, die es im Osten legal zu kaufen gab. Das Wasser, das sie jetzt abfüllen, ist völlig wirkungslos. Also Vorsicht! Es taugt höchstens zum Flecken wegmachen!
1.3.2010

Kaffeepanzer

Gemalt mit Bleistift auf DDR-Schreibmaschinenpapier. (Tube, ca. 1988)
kaffeepanzer.jpg

Als Modell hat mir meine Kaffekanne (man konnte sie auch für Tee verwenden) gestanden, die ich ein paar Jahre später zerteppert habe. Für Kaffe oder Tee habe ich die Kanne nie benutzt. Der einzige Zweck, den sie mir je erfüllt hatte, war es, dieses Bild zu kreiieren. Die Kanne ist weg. Das Bild ist da.
1.3.2010

Hartcover

Hartcover mit T. Das soll sich einer merken. http://www.hartcover.de
22.2.2010

Ficken!

pyfi.jpg
Nicht nur Internetkinder wie Helene Hegemann bedienen sich der Werke anderer, aus denen sie abschreiben, kopieren und klauen. Auch bei Erwachsenen, die wir zunächst nicht der Generation Copy & Paste zuordnen, ist dieses Phänomen zu beobachten. Stephan Bauer ist einer von diesen "Erwachsenen".
Betrachten wir zunächst einmal einen Text, den ich vor geraumer Zeit verfasst habe, der in seiner Urform im Jahre 2001 im Salbader erschienen ist und später in einer leicht modifizierten Form den Weg in die Anthologie Surfpoeten gefunden hat:
weiter lesen ...
10.2.2010

Frühaufsteher

Das Bild heißt "Frühaufsteher" und wurde von mir im Jahre 1989 mit Eitempera auf Pressspan gemalt.
Du darfst es gerne interpretieren.
fruehaufsteher.jpg
9.2.2010

Iphone- & Ipod -Zombies

Nehmen wir an, du hast ein Iphone oder einen Ipod gekauft. Spottbillig. Bei Ebay ohne Garantie und Gewähr oder auf der Straße in China. Und das Ding funktioniert nicht. Du entschließt dich, es zu Apple zur Reparatur einzuschicken und gibst auf der Serviceseite die Hardwarenummer von der Rückseite deines Gerätes ein und erhälst folgende Meldung:
Die eingegebene Seriennummer ist für ein Produkt, das ersetzt wurde. Bitte überprüfen Sie Ihre Angaben, und geben Sie Ihre Seriennummer erneut ein. Falls die Angaben korrekt sind, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.
Dann bedeutet das, dass dieses Gerät, das du in der Hand hälst, jemand als defekt zur Reparaqtur eingeschickt und ein Ersatzgerät dafür bekommen hat. Das defekte Gerät (Dein Gerät) wurde von Apple entsorgt, weggeschmissen, vernichtet. Auf welchem Wege dieses Gerät dann trotzdem in deine Hände gefunden hat, bleibt ein Rätsel, das du wahrscheinlich so einfach nicht lösen kannst.
Klar ist nur: Dein Ipod oder Iphone exitsiert nicht mehr, es ist offiziell tot, es ist ein Zombie.

6.2.2010

Der Frühling kommt ...

... die Liebe auch.
amormitkk.jpg

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