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Warum können die Superheldinnen ihre Beine nicht spreizen?

Um es vor­weg zu neh­men, es liegt an den Röcken.

Kürz­lich habe ich einer Kis­te, die jemand mit Spiel­zeug zum Ver­schen­ken gefüllt auf die Stra­ße gestellt hat, fünf Superheld*innen ent­nom­men, dar­un­ter drei männ­li­che und zwei weib­li­che Figu­ren. Die männ­li­chen Figu­ren las­sen sich in alle erdenk­li­chen Posen bie­gen – gehend, ren­nend, sprin­gend, und selbst ein extre­mer Spa­gat ist möglich.

Die Super­hel­din­nen dage­gen sind nicht so beweg­lich wie ihre männ­li­chen Kol­le­gen. Man kann zwar ihre Arme frei in alle Rich­tun­gen dre­hen, doch bei den Bei­nen ist die Bewe­gungs­frei­heit stark beschränkt. Die Ober­schen­kel sit­zen fast unbe­weg­lich am Kör­per, wodurch die Super­hel­din­nen die Knie nicht heben kön­nen und ein Spa­gat nicht wei­ter als über ein V hin­aus­geht. Sie sehen den­noch sehr cool aus.

Wenn wir aber unse­re kind­li­che Phan­ta­sie in Bewe­gung brin­gen und die Superheld*innen gegen­ein­an­der kämp­fen las­sen, sind die männ­li­chen Figu­ren klar im Vor­teil. Red­man kann mit einem ele­gan­ten Kick sei­nen Kon­tra­hen­ten niederstrecken.

Der Super­hel­din Pink­wo­man gelingt solch ein Kick dage­gen nicht. Da ihre Ober­schen­kel nahe­zu unbe­weg­lich sind, kann sie einen geziel­ten Fuß­tritt nur aus­füh­ren, indem sie ihren gesam­ten Kör­per so aus­rich­tet, daß der Ober­schen­kel in Ziel­rich­tung weist, und dann den Fuß vor­schnel­len läßt. Aller­dings erreicht sie damit ihren Geg­ner nicht, und es sieht sehr albern aus.

Um her­aus­zu­fin­den, was die Ursa­che ist, habe ich die Figu­ren genau unter­sucht, den Frau­en unter die Röcke geschaut und fest­ge­stellt, daß sie sich ana­to­misch nicht von den Män­nern unter­schei­den, sie also durch­aus in der Lage wären, die Bei­ne genau­so breit wie die Män­ner machen zu machen. Doch die stei­fen Röcke hin­dern sie daran.
Damit nährt die­ses Spiel­zeug das Kli­schee einer schwa­chen Frau und inten­si­viert es sogar, indem es das Bild in die Domä­ne der Superheld*innen projiziert.
Die­ses Spiel­zeug is nicht zu empfehlen.

Tags: Gendern, Spielzeug, Superhelden

4 Kommentare

  • Hendrik Albrecht

    23. Januar 2021, 14:58

    Ich scheiss mir in die Hos*In. Wie kann man eine Sprache so kapputpolitisieren. Ganz schlecht performanced, schlecht gefeatchered, ungeheuer stranche. Kein wunder, daß sich die Nägel*Innen nicht mehr hämmer*Innen lassen.
    Hendrik@Hendrik-Albrecht.de

  • Hendrik Albrecht

    23. Januar 2021, 15:27

    Fährt einer in der Straßenbahn und guckt aus dem Fenster. Er denkt laut "Mensch die vielen Wildschweine neuerdings in der Stadt". "Die müssen unbedingt geschützt werden" antwortet der neben ihm. "wieso denn das?". "Ich bin Veganer und Apotheker. Ich werde ein Schild vor die Tür stellen". Mmmmmm". "Komm rein du wilde Sau, heute OVOGRUNZAR nur 14,99".

  • Jens Grauhof

    22. Mai 2021, 00:08

    Ach, Hendrik. Überfordert Dich genderneutrale Sprache? Oder hast Du Angst, dass Dir etwas weggenommen wird? Ist das generische Maskulinum Dir so wichtig, dass Du Dich hier lächerlich und zur Wurst machst?
    Ist Dein schlechtes Deutsch Absicht? So wie das Gendern von nicht genderfähigen Gegenständen? Die Hose zur Hos*in machen. Findest Du das witzig? Oder eine Nägel*in. Ha! Was hätten wir in den 90ern gelacht und großzügig einen Fünfer in die Chauvi-Kasse geworfen.
    Aber stell Dir vor: nicht alle Menschen sind so ewig Gestrig wie Du. Es gibt ältere Menschen als Dich, die verstehen, warum es wichtig ist, das Sprache inklusiv ist.
    Oder wenn es Dir nur darum geht, dass das Gender-* wegfällt. Warum nicht mal die nächsten 1000 Jahre nur noch das generische Femininum? Meine lieben Damen, wie gefällt Ihnen das? Die Herren sind selbstverständlich auch mit angesprochen, wir wollen uns nur das Doppeln von Begriffen sparen...

  • Hermann Reichert

    21. Juni 2021, 15:07

    Lieber Jens,

    Leute, die Genus und Sexus nicht unterscheiden können, sollten Nachhilfestunden nehmen und nicht andere korrigieren wollen.
    Ich habe schon mal als Putzfrau gearbeitet. Das hat mit meiner Geschlechtlichkeit nichts zu tun. Außerdem kenne ich den Unterschied zwischen einem Zimmermann (Plural: Zimmerleute) und einer Zimmerfrau, die durchaus auch männlich sein kann. Das spielt für den Job nicht die geringste Rolle.
    Diese Diskussion ist nur ein weiteres Beispiel für Leute, die als Opfer von irgendetwas posieren, um für sich Vorteile herauszuholen.

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